Philosophie

Wer ungerne viel lesen mag, für den sei in diesem einen Satz alles zusammengefasst

Über das Leben

"Leben und leben lassen" ist einer der wichtigsten Sätze für mich. Wie unglaublich passend, wenn man sich tagtäglich mit dem Sterben beschäftigt :-)

Ich meine damit, dass ich finde, jeder (Mensch m/w/d) soll so leben, wie er das gerne möchte und NIEMAND hat das Recht, darüber zu urteilen, so lange diese Lebensweise keinem anderen Schaden oder Leid zufügt. Ich habe mir in den letzten Jahren nahezu vollständig abgewöhnt, zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Das kann man üben. Ob Du einen Mann liebst oder eine Frau oder beides, ob Du in einer Penthousewohnung lebst oder in einem Wohnwagen. Ob Du schwarz bist oder weiß, an Gott glaubst oder nicht. Ob Du barfuß läufst oder in High-Heels. Diese Liste ist endlos erweiterbar.

 

ES.IST.DEIN.LEBEN.

 

Ich bin zwar nicht der Ansicht, dass wir "nur dieses eine Leben" haben - ganz im Gegenteil - aber DIESES Leben, das haben wir nur einmal. Deshalb LEBE es so, wie es für Dich richtig ist. Und wenn es sich nicht richtig anfühlt, dann laufe los. Jetzt. Für DICH.

 

Außerdem finde ich, dass wir Verantwortung tragen. Nicht nur uns selbst und unseren Allernächsten (Familie & Freunde), sondern all jenen gegenüber, die unsere Hilfe brauchen. Die Welt wäre ein so viel besserer Ort, wenn jeder einen kleinen Teil dazu beitragen würde. Es gibt so viele Menschen und Tiere, die so dringend unsere Hilfe brauchen. Und im Gegensatz dazu so verdammt wenige, die helfen. Jeder kann jederzeit vollkommen unverschuldet in die Situation geraten, dass er den Beistand anderer braucht. Wäre es nicht schön, wenn dann da ein Netz wäre, das uns auffängt und hält? 

 

 

Über Sterben, Tod & Trauer

Mein Anliegen ist es, dass Sterben und Trauern gesellschaftsfähiger werden. Ganz unabhängig davon, ob man um einen Menschen oder um ein Tier trauert, denn: Wenn es um Gefühle geht, gibt es kein 'richtig' oder 'falsch'. Es gibt nur ein 'so fühle ich'. Und das ist dann genau richtig für DICH.

 

 

ICH WÜNSCHE MIR, DASS

 

  • wir über Leben, Sterben, Tod und Trauer sprechen und durch Wissen und Austausch Ängste abgebaut werden 
  • dem Sterben, dem Tod und der Trauer der alte, muffige Umhang abgenommen wird und wir sie in ein neues, leichtes und buntes Gewand kleiden
  • Beerdigungen nicht so sind, wie sie "schon immer waren" oder "sein sollten", sondern dass dabei - sofern gesetzeskonform - nur die Wünsche des Verstorbenen und der Zugehörigen wichtig sind und keine uralten gesellschaftlichen Konventionen
  • eine Beerdigung irgendwann nicht mehr "Beerdigung", sondern "Lebensabschiedsfeier" heißt
  • Sterben und Tod (be-)greifbarer und Zugehörige in die Versorgung Verstorbener und die Planung der Lebensabschiedsfeier noch mehr einbezogen werden
  • Menschen im Umgang mit Trauernden geschult werden und Trauernde ein fest gewobenes Netz haben, das ihren freien Fall auffängt
  • wir Kindern einen anderen, leichteren Umgang mit Sterben, Tod und Trauer vorleben und damit den Weg für eine neue "Sterbe- und Trauerkultur" ebnen
  • möglichst viele Menschen erfahren, dass auch Tiere bei einem natürlichen Sterben begleitet werden können und dass nicht jedes Tier euthanasiert werden muss
  • Tiere gesehen und gehört und in ihren Wünschen und Vorstellungen als fühlende Individuen ernst genommen werden
  • Tiere beim Abschied aus dem Leben mit derselben Pietät & Wertschätzung, demselben Respekt behandelt werden wie Menschen